Kursbücher enthalten in erster Linie eine Übersicht über die Bahnstrecken mit den genauen Abfahrts- und Ankunftszeiten sämtlicher fahrplanmässig verkehrender Züge. So ist zum Beispiel ersichtlich, dass eine Fahrt von Biel via Solothurn und Olten nach Zürich HB im Jahr 1900 knapp vier Stunden dauerte. 40 Jahre später erreichten die Bahnreisenden das Ziel bereits in knapp zwei Stunden und heute dauert die Bahnfahrt für Pendler zwischen Biel und Zürich noch gut eine Stunde.
Interessant ist auch der Preisvergleich, welcher ebenfalls anhand der Kursbücher vorgenommen werden kann: Die einfache Fahrt (ohne Halbtaxabonnement) von Biel nach Zürich HB in der 2. Klasse kostete CHF 9.15 im Jahr 1900, CHF 6.65 im Jahr 1940 und heute bezahlt der Bahnfahrende für diese Strecke CHF 42.00.
Neben den Bahnstrecken und -preisen sind in den Kursbüchern über all die Jahre hinweg auch Bus-, Seilbahn- und Schiffslinien enthalten. Aber dies ist noch lange nicht alles, was Kursbücher bieten: Von Tarifen für Telegramme, über Werbung und Ortsverzeichnisse bis zu Informationen zu Zollkontrollen und zur Benützung von Luxuszügen wird man fündig. Ja, man könnte sagen, das Kursbuch entwickelte sich vom «Reisebegleiter für die Schweiz» zum viel umfangreicheren, aber heute eher nüchtern gehaltenen Buch, welchem jeweils eine Künstlerin oder ein Künstler seinen Umschlag verpasst. Diese Entwicklung macht das Kursbuch zu einem sehr interessanten Forschungsgegenstand.
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