Das Fahrzeug RAe 2/4, besser bekannt unter dem Namen «Roter Pfeil», war in seiner Zeit erstmals für 125 km/h zugelassen; Höchstgeschwindigkeit!
Geplant und gebaut als Prototypen in Leichtbauweise mit der Bezeichnung CLe 2/4 201 und 202 sollten diese Fahrzeuge als Tramzüge und Schnellzüge in Randstunden sowie für Gesellschaftsfahrten eingesetzt werden. Gegenüber bisherigen Fahrzeugen war die Höchstgeschwindigkeit erstmals auf 125 km/h festgesetzt. Bisher wurde bei den SBB mit maximal 100 km/h gefahren.
Da im Pflichtenheft nur die Alleinfahrt gefordert wurde, verzichtete man auf den Einbau normaler Zug- und Stossvorrichtungen. Ebenso wurde auf den Einbau einer automatischen Bremse verzichtet. Die Triebwagen wurden mit einer direkt wirkenden Bremse, die mit der elektrischen Bremse zusammen gesteuert wurde, ausgerüstet.
Im Triebwagen 202 wurde erstmals der später in vielen Triebfahrzeugen realisierte BBC Hohlwellenantrieb eingebaut. Zur Verbesserung der Auslastung und der Gepäckbeförderung wurden verschiedene Lösungen gesucht. So wurde über einige Jahre ein einachsiger Skianhänger verwendet.
Um den Triebwagen Anhängerfahrzeuge mitgeben zu können, wurden sie von 1944-1949 mit Zug- und Stossvorrichtung ausgerüstet, wozu die Konstruktion entsprechend verstärkt werden musste. Weiter wurde die automatische Bremse «Westinghouse» eingebaut und die Leitung für die Zugheizung installiert.
Die Fahrzeugnummern änderten mehrmals, so von 201 in 601 und später in 1001. 1952 wurden der Kasten von Triebwagen 601 um 2,6 m verlängert und verschiedene Einrichtungen erneuert.
Der Triebwagen 1001 wurde von folgenden Standorten aus eingesetzt: