Die Dampflokomotive des Typs Ec 2/5 28 «Genf» ist eine Zweizylinder-Dampfmaschine.
Die Lokomotive "Genf" ist die letzte Vertreterin dieser speziellen, für den Gebirgseinsatz geeigneten Bauart, welche vom Ingenieur Wilhelm Engerth ursprünglich für die Semmering-Bahn entworfen wurde. Die Triebachsen sind in einem Innenrahmen gelagert, der Tender hat zur Aufnahme des Stehkessels einen Aussenrahmen. Beide Teile sind mit einem Kupplungszapfen verbunden.
Der grosse Vorteil dieser Bauart liegt in der Verteilung des Lokomotivgewichtes auf die Antriebsachsen und den Tender bei gleichzeitiger Erhaltung grosser Gelenkigkeit. Lokomotiven dieses Systems werden deshalb als Stütztenderlokomotiven bezeichnet.
Die Lokomotiven dieser Serie wurden vom Hersteller noch ohne eigentliche Puffer, ohne Injektoren, (deren Funktion übernahmen die über Exzenter angetriebenen Speisepumpen) und ohne Dampfheizung abgeliefert. Auch ein Geschwindigkeitsmesser fehlte noch. Zumindest einem Teil dieser Lokomotiven wurden im Laufe der Zeit diese technischen Neuerungen zuteil. Lokomotiven gleicher Bauart lieferte die Herstellerfirma Emil Kessler aus Esslingen an die VSB und die Bahn Jura-Industriel.
Bei verschiedenen Umbauten erhielt die Lokomotive "Genf" ca. 1875 einen neuen Kessel aus der Werkstätte Olten, 1891 eine Dampfheizung und im Verlauf der Zeit ein kleines Schutzdach. Die Speisepumpen wurden durch Injektoren ersetzt. Sowohl die Handbremse als auch die automatische Westinghousebremse wirkten über Holzbremsklötze auf die hinteren beiden Tenderachsen.
Die Dampflokomotive Ec 2/5 28 «Genf» war in folgenden Depots anzutreffen: